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Das Stiftprofi Training

ist ein intensives Kursangebot mit dem Förderschwerpunkt Feinmotorik, im Speziellen die Grafomotorik, das heißt alle Bewegungen, die für das Schreiben und Malen notwendig sind.

Es dient der Vorbereitung auf die Schule und vermittelt den Kindern die Fähigkeiten, die sie für den Schrifterwerb benötigen. Wissenswertes zur Blattlage, Stifthaltung und Kraftdosierung werden gemeinsam erarbeitet und durch regelmäßige Hausaufgaben vertieft.

„Professor Pencilcase“

Mit spannenden „Tricks“ für das Malen begleitet die fiktive Figur „Professor Pencilcase“ die Kinder auf den Weg zum Stiftprofi. Dazu richtet er sich mit regelmäßigen Briefen an die Gruppe und stellt viele Fragen, z.B.

  • Wie sitzt ihr beim Malen eigentlich richtig?
  • Wann ist euer Gehirn wach?
  • Wie liegt euer Blatt?
  • Was bedeutet es, wenn das Handgelenk lächelt?
  • Wie viel Kraft braucht ihr beim Malen

Unser Angebot

  • Stiftprofi Training in einer Kleingruppe mit 4 Vorschulkindern
  • Geleitet durch eine erfahrene Ergotherapeutin
  • 15 aufeinander aufbauende Einheiten, jeweils 45 Minuten
  • Abwechslungsreiche Methoden und Arbeitsmaterialien
  • Regelmäßige Hausaufgaben mit Belohnungssystem
  • Ausführliche Elterninformation zur jeweiligen Trainingseinheit
  • Durchführung in der Praxis oder nach Absprache im Kindergarten

Beginn: Januar/Februar 2021

Anmeldung ab sofort möglich

Weitere Informationen, Kursgebühr und

Termine erhalten Sie auf Anfrage

in unserer Praxis.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Teilnahme-Voraussetzungen

Das Training ist eine allgemeine Fördermaßnahme auf Selbstzahlerbasis.

Das Angebot richtet sich an Kinder…

  • im Vorschulalter (5-6 Jahre)
  • die das Malen häufig vermeiden
  • die noch ungeschickt im Umgang mit dem Stift wirken
  • mit leichten grafomotrischen Auffälligkeiten, für die keine medizinische Indikation für eine Ergotherapie besteht
  • zur Vorbereitung auf den Schuleintritt – insbesondere auf die Fähigkeiten zum Schrifterwerb

Das Kind…

  • hat schon etwas Stifterfahrung
  • befolgt Aufforderungen einer erwachsenen Vertrauensperson
  • kann sich in einer Kleingruppe zurücknehmen und abwarten
  • kann mindestens 10 Minuten einer fremdbestimmten Tätigkeit nachgehen

Die Eltern

  • lesen die Informationsblätter zur jeweiligen Trainingseinheit
  • unterstützen ihr Kind, indem sie sich aktiv mit den Lerninhalten beschäftigen
  • begleiten ihr Kind bei den regelmäßigen Hausaufgaben

Das Konzept

„Wir werden Stiftprofis! Topfit in die Schule“ ist ein manualisiertes Gruppentraining. Es wurde von Vera Henkel (Ergotherapeutin und zertifizierte Grafomotorik- und Handschrifttrainerin) entwickelt, in verschiedenen Kindergärten erprobt und mehrfach überarbeitet. In das Training fließt der kognitive CO-OP-Ansatz von Helen Polatajko mit ein.

Unsere Motivation

Wir möchten Kindern einen guten Einstieg in ihr Schulleben ermöglichen. Hierzu ist es aus unsere Sicht wichtig, rechtzeitig – noch vor der Einschulung – gezielte fein-und grafomotorische Grundlagen zu festigen, um die notwendigen Fähigkeiten zum Schrifterwerb zu erreichen.

Nach unserer Erfahrung wird den Kinder bei der Entwicklung grafomotorischer Fähigkeiten von ihrem Umfeld häufig zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt oder ungünstige Bewegungsabläufe werden leider (aus Unwissenheit) nicht erkannt. Wir hören weit verbreitete Annahmen, wie „das lernt mein Kind doch von allein oder im Kindergarten“, „das lernen die Kinder doch Zuhause von den Eltern“ oder – ganz fatal, weil zu spät:  „das lernt mein Kind, wenn es in die Schule kommt“. Solche Einstellungen führen dazu, dass nicht GENAU genug hingeschaut wird, ob sich das Kind mit dem Stift auf dem richtigen Weg befindet.

Immer wieder erleben wir in unserem Praxisalltag, dass Grundschulkinder zur Ergotherapie kommen, die Schwierigkeiten mit dem Schreiben haben. Die Schüler zeigen z.B. eine unleserlichen Schrift, ein langsames Schreibtempo, eine verkrampfte oder „eigenartige“ Stifthaltung,  bis hin zu körperlichen Fehlhaltungen und Schmerzen beim Schreiben. Demzufolge können negative Verhaltensauffälligkeiten wie Unlust oder Verweigerung (mit Streit und Tränen) bei schriftlichen Aufgaben auftreten.

In der Regel vergehen ein paar Jahre, von den ersten Stifterfahrungen bis hin zum Schreiben – das ist viel Zeit im Leben eines Kindes, in der sich ungünstige Bewegungsmuster festigen können. Wir alle wissen, wie schwierig es ist, „schlechte Gewohnheiten“ wieder loszuwerden. Eine ergotherapeutische Behandlung mit grafomotorischem Schwerpunkt bedeutet dann für ein Schulkind meist eine anstrengende, kontinuierliche (und teilweise langwierige) Arbeit. Eine Belastung, die vielleicht hätte vermieden werden können.

Wir wünschen uns daher, dass Auffälligkeiten in der Fein-und Grafomotorik bei Kindern rechtzeitig erkannt werden und die Kinder eine entsprechende frühe Förderung oder wenn nötig eine gezielte Behandlung erhalten. Ansprechpartner/in für die medizinische Beurteilung des Entwicklungsstandes eines Kindes und der Feststellung eines (Be-)Handlungsbedarfes ist die (Kinder)Ärztin bzw. der (Kinder-)Arzt.

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